Patientensicherheit

Im St. Josefs-Krankenhaus hat die Sicherheit der Patienten oberste Priorität. Zuständig für eine kontinuierliche Verbesserung der Patientensicherheit ist das im Qualitätsmanagement angesiedelte Risikomanagement. Unter anderem werden spezielle Audits organisiert und mit den Mitarbeitern mögliche Fehlerquellen aufgespürt, um anschließend einen möglichst praxisorientierten Maßnahmenplan zu erarbeiten.

CIRS
Eine wertvolle Möglichkeit, aus Fehlern zu lernen, bietet die hausinterne Erfassung kritischer Ereignisse mit dem Critical Incident Reporting System (CIRS). Im Rahmen dieses Systems können Mitarbeiter kritische Vorfälle anonym melden, ohne für sich selbst Nachteile befürchten zu müssen. Die Meldungen werden analysiert und helfen so, kritische Vorfälle in Zukunft zu vermeiden. In enger Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Bereichen und dem Risikomanagement wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Verbesserungen bei der Patientensicherheit umgesetzt.

Patientenarmbänder
Ein weiteres Projekt zur Steigerung der Patientensicherheit wurde schon vor Jahren eingeführt: die sogenannten Patientenarmbänder. Durch sie sind Verwechslungen von Patienten, die z.B. aufgrund einer Narkose oder ihrer Erkrankung nicht ansprechbar sind, nahezu ausgeschlossen.

Sturzvermeidung
Um Stürze zu vermeiden, wird jeder aufgenommene Patient umfassend zu seinem persönlichen Sturzrisiko befragt. Es wird eine eigene Sturzdatenbank geführt, um die Ursachen von Stürzen zu analysieren und in Zukunft wenn möglich auszuschalten.

Sicherheits-Checkliste vor Operationen
Anhand der Sicherheits-Checkliste vor Operationen bestätigt die Anästhesie-Pflege vor der Narkose die Identität des Patienten, OP-Seite und individuelle Risiken. Unmittelbar vor der OP werden wichtige Fakten, wie Art und Ort des Eingriffs, OP-Beteiligte, OP-Schritte sowie mögliche Notfallmaßnahmen noch einmal gecheckt.

Farbige Medikamenten-Etiketten
Verwechslungen bei Medikamenten werden seit einigen Monaten durch vorgefertigte farbige Medikamenten-Etiketten für Spritzen und Perfusoren vermieden. Mit einer international gültigen Farbcodierung und deutlich unterscheidbaren Schreibweisen sind die eingesetzten Wirkstoffe für das Pflegepersonal nun auch optisch besser zu unterscheiden.

Hygiene
Unverzichtbar für die Patientensicherheit ist außerdem ein möglichst hoher Hygienestandard. Deshalb setzt sich eine speziell ausgebildete Hygiene-Fachkräfte für die Umsetzung aller Hygienerichtlinien ein und arbeitet ständig an Verbesserungen. So führt das St. Josefs-Krankenhaus zum Beispiel das MRE-Siegel für vorbildliches Vorgehen bei der Prävention und Bekämpfung von Multiresistenten Keimen.