Behandlungszentrum Divertikulitis in Salzkotten
konservativ oder 3D-minimalinvasiv

Unsere Experten stehen Ihnen bei allen Entscheidungen beratend und einfühlsam zur Seite

Liebe Patientinnen und Patienten,

die Divertikulitis entwickelt sich immer mehr zu einem Volksleiden. Unter "Divertikulitis" versteht man Entzündungen in Ausstülpungen der Schleimhaut des Darmes, den sogenannten Divertikeln. Die Erkrankung zeichnet sich in der Regel durch heftige Schmerzen im linken Unterbauch aus.

Auf dieser Seite erfahren Sie alles rund um die entzündliche Darmerkrankung und deren modernen Behandlungsmethoden – sowohl unsere bevorzugte konservative Therapie als auch die Operation mit 3-dimensionaler Laparoskopie.

Lassen Sie sich davon überzeugen, dass unser Motto "Chirurgie mit Herz und Verstand aus sicherer Hand" bei uns gelebte Realität ist. Unser hochmotiviertes Team führt die Behandlungen in höchster Qualität und modernste Technik aus. Selbst vermeintliche Routine-Eingriffe betrachten wir immer in einem komplexen, individuellen Zusammenhang, um gut zu beraten und Risiken zu minimieren.

Ihr PD Dr. Ralf Steinert, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie


Sprechen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin in unserer Sprechstunde. Gerne klären wir vorab Ihre offenen Fragen!

Kontakttelefon: 05258/10-


Eine Divertikulitis ist eine Erkrankung, bei der sich Ausstülpungen ("Divertikel") im Dick- oder Dünndarm entzünden. Darmdivertikel sind eigentlich nicht krankhaft und verursachen zunächst auch keine Symptome. In den meisten Fällen treten sie im absteigenden Ast des Dickdarms auf. Wenn die Divertikel sich entzünden, kann es allerdings zu Beschwerden wie Bauchschmerzen, Fieber, Verstopfung und Blähungen kommen. Es gibt unkomplizierte und komplizierte Verlaufsformen, die unbedingt zu unterscheiden sind im Hinblick auf weitere Behandlungsempfehlungen. Die Wahrscheinlichkeit an einer Divertikulitis zu erkranken nimmt mit steigendem Alter zu. Bestimmte Ernährungsformen oder Verhaltensweisen können die Entstehung von Divertikeln beeinflussen.


Nein, in der Regel kann eine Divertikulitis sehr gut konservativ mit Antibiotikagabe, kurzfristier Kostreduktion und Schmerztherapie behandelt werden. Langfristig sollten Sie auf Nikotin verzichten, auf regelmäßige Bewegung und ballaststoffreiche Kost achten sowie genügend trinken. Eine stationäre Behandlung im Krankenhaus ist bei starken Schmerzen oder Fieber ratsam. Diese Symptome weisen jedoch nicht immer auf eine komplizierte Divertikulitis hin. In den meisten Fällen reicht eine medikamentöse Behandlung, dennoch lässt sich nicht immer eine OP abwenden. Seien Sie aufmerksam und sitzen Sie die Schmerzen nicht aus! Ein Darmdurchbruch mit anschließender Bauchfellentzündung kann lebensbedrohlich werden.

Eine Divertikulitis wird heutzutage seltener operiert als früher: Moderne Antibiotika sind hier oft sinnvollere Ersttherapie. Zu einer Operation kommt es erst, wenn die Divertikulitis fortgeschritten ist, perforiert, nicht abheilen, narbig einengend oder schnell wiederkehrend ist.

Für die Behandlung gibt es allerdings "Pauschaleinschätzungen". Nach einer sorgfältigen Diagnose zusammen mit der Gastroenterologie wird hier sehr intensiv beraten. In einem ausführlichen Gespräch wird für jeden Patienten ein individueller Behandlungsplan erstellt. Dabei orientieren sich die Chirurgen an den allgemeinen Umständen jedes Einzelnen und richten sich dabei nach den aktuellen Behandlungsleitlinien.


"Wir operieren immer so schonend wie möglich, damit unsere Patienten anschließend möglichst wenige Einschränkungen haben." - PD Dr. Ralf Steinert


Im Rahmen jeder Divertikulitis-OP erfolgt die Entfernung des durch die Entzündung betroffenen Darmabschnittes, die im planbaren Stadium fast ausschließlich minimal-invasiv durchgeführt werden kann. Minimal-invasiv bedeutet, dass so wenig Haut- und Weichteile wie möglich verletzt werden, um eine schnelle Genesung zu gewährleisten. In der Bauchchirurgie ist die Bauchspiegelung (Laparoskopie) das wichtigste minimal-invasive Verfahren. Besonders chirurgisches Können ist bei der Entfernung von Teilen des Darms gefragt: Dem St. Josefs-Krankenhaus Salzkotten steht hierfür ein 3D-Laparoskopieturm zur Verfügung, der eine noch präzisere und schonendere OP ermöglicht. Im Notfall zum Beispiel bei einem Darmdurchbruch muss der Zugangsweg individuell entschieden werden. In diesem Fall würde die Operation wahrscheinlich herkömmlich mit Bauchschnitt erfolgen, um den Bauchraum richtig säubern zu können. Ein künstlicher Darmausgang sollte, wann immer möglich, vermieden werden.


Mit Hilfe unseres 3D-Laparoskopieturms führt das Team rund um Dr. Steinert die minimal-invasive Schlüssellochchirurgie im Bauchraum durch. Durch kleine Hautschnitte werden dabei über Führungshülsen eine 3D-Kamera und bis 5mm im Durchmesser umfassende Instrumente in die Bauchhöhle eingeführt. Dank der neuen, hochauflösenden 3D-Technik sehen die Operateure mit Hilfe der 3D-Brille auf dem Monitor nun gestochen scharfe, dreidimensionale Bilder in höchster Auflösung aus dem Körperinneren. Durch die zusätzliche Darstellung der Raumtiefe wird unter wesentlich besserem detaillierterem Sehen damit ein exakteres Arbeiten in korrekten Schichten besser umsetzbar. Bei technisch schwierig zu behandelnden Befunden ist das insofern sehr hilfreich, als dass ein Umsteigen auf einen größeren Bauchschnitt vermieden werden kann. Benachbarte Organe im Rahmen der Divertikulitis-Operation wie zum Beispiel die Beckengefäße oder der Harnleiter sind somit besser zu schonen.

Neben einer höheren Patientensicherheit realisiert sich durch die 3D-minimal-invasive Operationstechnik auf Grund der reduzierten Umsteigewahrscheinlichkeit zum Bauchschnitt eine geringere Belastung und eine schnellere Genesung des Patienten. Wir sind von den erheblichen Vorteilen dieser Technologie für unsere Patienten überzeugt!


"Mit der neuen 3D-Technik sind wir durch die detailgenaue Sicht immer in der Lage, schwierige oder unerwartete Herausforderungen auch minimal-invasiv zu lösen. Das bedeutet noch mehr Patientensicherheit und schnellere Genesung."


Video-Interview mit Chefarzt PD Dr. Steinert