Aktionsnachmittag zum Weltfrühgeborenentag

Team der Frühgeboren-Intensivstation lädt ein

Am Sonntag, 17. November, ist Weltfrühgeborenentag – ein bundesweiter Aktionstag, der auf die besondere Situation von „Frühchen“ aufmerksam macht. Auch das Team der Frühgeborenenintensivstation der Frauen- und Kinderklinik St. Louise und der „Bunte Kreis“, das Team der Sozialmedizinischen Nachsorge, stehen zwischen 14 und 17 Uhr im Foyer der Klinik (Husener Str. 81) für Fragen rund um das Thema „Frühgeborene“ bereit. Eingeladen sind Familien mit Frühgeborenen, die Angehörigen und Freunde der Familien, ehemalige kleine Patienten und alle Interessierten.

Das Team möchte Einblicke bieten, die sonst nicht ohne weiteres möglich sind. „Oft können sich Eltern oder Angehörige gar nicht vorstellen, was bei uns auf der Frühgeborenenstation passiert und wie klein die Materialien sind, mit denen wir arbeiten. Genau deshalb bieten wir jedes Jahr einen Aktionsnachmittag an – natürlich auch um Ängste zu nehmen. Wir zeigen beispielsweise einen Transportinkubator und unsere lebensechte Frühchen-Puppe Louisa“, berichtet Gaby Grobbel, Teamleiterin der Pädiatrie. Besonders freut sich das Team jedes Jahr, über den Besuch von ehemaligen kleinen Patienten und deren Familien. „Es ist immer wieder schön zu sehen, was aus den Kindern geworden ist, die oft wochenlang auf unserer Station waren.“
„Eines von zehn Neugeborenen in Deutschland kommt vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt und ist somit ein Frühchen. Jährlich sind es ca. 60.000 Kinder in Deutschland, etwa 220 von ihnen wurden in 2018 in der Frauen- und Kinderklinik St. Louise in Paderborn geboren“, berichtet Dr. Frank Dohle, Oberarzt in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

Perinatalzentrum St. Louise

Gemeinsam mit der Geburtshilfe bildet die Frühgeborenenintensivstation der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ein sogenanntes  Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1), in dem Risikoschwangere und Frühgeborene optimal behandelt werden. Im letzten Jahr wurden 59 Frühgeborene unter 1.500 Gramm  versorgt, darunter 32 Kinder, die bei ihrer Geburt unter 1.000 Gramm gewogen haben – weniger als ein Päckchen Zucker.