St. Vincenz-Kliniken gründen gemeinsames Schilddrüsenzentrum in Salzkotten

Zentralisierung zum Wohle der Patienten

Gebündelte Kompetenz in der Schilddrüsen-Chirurgie: Die beiden Kliniken für Allgemein- und Visceralchirurgie der St. Vincenz-Kliniken bilden nun ein gemeinsames, standortübergreifendes Schilddrüsenzentrum am St. Josefs-Krankenhaus in Salzkotten. 

Die beiden Chefärzte PD Dr. Ralf Steinert (links) und PD Dr. Hubert Scheuerlein (rechts) freuen sich über den Start des Schilddrüsenzentrums.

„Die Schilddrüsen-Chirurgie ist seit jeher eine tragende Säule unserer Klinik mit einer sehr hohen Patientenzufriedenheit und extrem niedrigen Komplikationsraten“, ist Chefarzt PD Dr. Ralf Steinert (Salzkotten) stolz. „Gemeinsam mit dem St. Vincenz-Krankenhaus bilden wir nun einen starken Verbund in der Versorgung von Schilddrüsen-Erkrankungen, um allen Patienten im Kreis Paderborn mit vereinten Kräften eine exzellente Expertise zu bieten.“ Durch eine Zentralisierung verbessere sich die Behandlungsqualität noch weiter – denn je mehr Eingriffe eine Klinik durchführe, desto größer seien die Erfahrungswerte der Ärzte- und Pflegeteams. „Unsere Kollegen in Salzkotten haben seit Jahren sehr gute Behandlungsergebnisse in der Schilddrüsen-Chirurgie. Da wir am St. Vincenz-Krankenhaus bereits andere Schwerpunkte in der allgemein- und visceralchirurgischen Versorgung haben wurde entschieden, das gemeinsame Zentrum unter der Leitung von Chefarzt Dr. Steinert am St. Josefs-Krankenhaus anzusiedeln. Der Schwerpunkt in Paderborn bleibt vor allem die Versorgung komplexer Darmerkrankungen in unserem Darmzentrum. Hier nutzen wir unsere Synergien ebenfalls – dann in Richtung Paderborn – und versorgen Salzkottener Patienten mit Mastdarmgeschwulsterkrankungen im St. Vincenz-Krankenhaus“, erklärt PD Dr. Hubert Scheuerlein, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie in Paderborn. 

Steinert und sein Team nahmen in den letzten Jahren ca. 350 operative Eingriffe an der Schilddrüse vor, hinzu kommen zukünftig jährlich ca. 25 Eingriffe, die bislang im St. Vincenz-Krankenhaus durchgeführt wurden. „Ein ausgeprägtes Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt ist für uns das A und O. Deshalb operiert bei uns immer derjenige Chirurg den Patienten, den der Patient bereits in der Sprechstunde kennengelernt hat“, erklärt Steinert „Dies gilt auf Wunsch auch, wenn ein Patient von seinem Arzt des Vertrauens aus dem St. Vincenz-Team operiert werden möchte“, bekräftigt Scheuerlein. Durch moderne minimal-invasive Operationstechniken sei meist eine schnelle Genesung des Patienten möglich. Das neu etablierte Schilddrüsenzentrum sei ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft, ist sich auch Hauptgeschäftsführer Dr. Josef Düllings sicher: „Die Spezialisierung im Bereich der Schilddrüsenchirurgie wird das St. Josefs-Krankenhaus weiter stärken und die Versorgungsqualität für Patienten noch weiter verbessern.“

Die gemeinsame Sprechstunde findet mittwochs statt. Interessierte können sich unter Tel. 05258/10-231 oder Tel. 05251/86-1451 melden. 

Hintergrundwissen Schilddrüse:

Die Schilddrüse ist ein kleines, hormonproduzierendes Organ. Schilddrüsenerkrankungen können in jedem Lebensalter auftreten. Bei etwa jedem dritten Erwachsenen in Deutschland bildet sich im Laufe des Lebens mindestens eine krankhafte Schilddrüsenveränderung. Das Tückische: In vielen Fällen spüren Betroffenen lange Zeit keine Symptome. Eine OP ist ggf. dann nötig, wenn durch eine Vergrößerung der Schilddrüse andere Organe eingeengt und dadurch Beschwerden verursacht werden, Knoten oder Entzündungen vorhanden sind.

Bereits seit mehr als fünf Jahren ist die Klinik am St. Josefs-Krankenhaus Salzkotten Mitglied des Deutschen Schilddrüsenzentrums und verpflichtet sich, strenge Qualitätsstandards einzuhalten. Dabei profitiert das Zentrum von einem engen Netzwerk, in dem es sich über Schilddrüsenerkrankungen aller Art austauschen kann.