Drei Fragen an Sabine Schubert, Stationsleitung Wochenbettstation im St. Josefs-Krankenhaus

Was ist Ihre wichtigste Philosophie bei der Arbeit mit Müttern und ihren Neugeborenen? Was möchten Sie ihnen mit auf den gemeinsamen Weg geben?

Unsere/ meine Philosophie ist: Empathie den Familien gegenüber. Die Frauen sollen sich wohlfühlen und unter unserer Anleitung sicher im Umgang mit ihren Kindern werden. Ich möchte dazu beitragen, das Selbstvertrauen der Mütter (und Väter) zu stärken und sie dabei in Wertschätzung begleiten. Jedes Kind möchten wir in seiner Einzigartigkeit annehmen und mit Achtsamkeit seine Bedürfnisse erkennen.

Was sind die wirklich erfüllenden Momente in Ihrem Arbeitsleben?

Jedes Kind ist immer wieder ein Wunder, und ich staune immer noch nach über 40 Berufsjahren über die Einzigartigkeit dieser "kleinen Wunder". Außerdem ist es immer wieder erfüllend für mich, wenn die Frauen ein zweites oder sogar drittes Mal bei uns entbinden und sie sagen, wie sehr sie sich bei uns wohl gefühlt haben.

Was verändert sich bei Ihrer Arbeit, wenn man selbst Mutter und/oder Oma ist?

Ich bin noch achtsamer geworden, auch was die Großeltern angeht. Ich versuche jetzt noch mehr auch diese in den Fokus zu nehmen, verstehe jetzt noch besser deren Aufgeregtheit im Zusammenhang mit der Geburt ihres Enkels.