(auch: endoskopische, laparoskopische Chirurgie)

Bei der minimal-invasiven Chirurgie werden statt großer Schnitte am Bauch, Brustkorb oder in der Leiste nur noch kleine Stiche angelegt. Über diese können eine Kamera und feine Instrumente eingeführt und der Patient so operiert werden. Über einen Bildschirm kontrolliert, wird so endoskopisch die jeweilige Operation durchgeführt.

Mit dieser sogenannten Schlüssellochchirurgie kann heutzutage ein Großteil der Operationen unseres Fachbereichs durchgeführt werden:

Die Operation des Leistenbruches erfolgt bei uns routinemäßig endoskopisch, zur Stabilisierung der Bauchwand wird dann von innen ein Netz eingesetzt. Dieses Verfahren wenden wir auch bei Narbenbrüchen und bei einigen anderen Bruchformen an.

Die Entfernung der Gallenblase kann zu 95-98 Prozent auf laparoskopischem Wege erfolgen. Auch der Blinddarm (Appendix) kann fast immer endoskopisch entfernt werden.

Bei bestimmten Erkrankungen des Dickdarmes wird eine Teilentfernung des Dickdarmes mit der Schlüssellochmethode durchgeführt.

Neben Eingriffen am Magen können auch Entfernung von Milz oder Nebennieren teilweise ohne großen Schnitt erfolgen.

Weiterhin findet die Schlüssellochchirurgie Anwendung bei diagnostischen Spiegelungen von Bauchhöhle und Brusthöhle, beim Lösen von Verwachsungen und auch im Zuge der Unterbindung von Krampfadern.