Pflege- und Funktionsdienst

Die Organisation unseres Pflege- und Funktionsdienstes erstreckt sich über 8 Pflege und 9 Funktionseinheiten. Angeschlossen ist das Ambulante Pflegezentrum mit ca. 100 aktiven Kunden. Unser Stellenplan in der Pflege ist derzeit mit ca. 160 Planstellen besetzt, die in Voll- und Teilzeitbeschäftigung individuell besetzt sind.

Zu unserem Haus gehören eine Schule für Gesundheits- und Krankenpflege sowie Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz, so dass neben unseren examinierten Pflegefachkräften 64 Auszubildenden in der Praxis ausgebildet werden. Ihnen stehen 15 geschulte Praxisanleiter zur Seite. Neben der Ausbildung nimmt die Fort- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter einen großen Stellenwert ein. Ein innerbetriebliches Fortbildungsheft wird dreimal jährlich erstellt und mit Pflichtfortbildungen und aktuellen Themen aus den verschiedenen Bereichen gefüllt. Fachweiterbildungen, wie z. B. Mittleres Führungsmanagement, Fachpflegenden für die Anästhesie und Intensivpflege, Operationsdienst und der Endoskopie werden gefördert. In einzelnen Abteilungen liegt die Quote der fachweitergebildeten bei über 75%.

Wir legen Wert auf gute fundierte Fachkenntnisse und eine angemessene Qualifikation in dem jeweiligen Arbeitsbereich und bieten eine strukturierte Einarbeitung und der Förderung der persönlichen und fachlichen Entfaltung.

Der Pflege- und Funktionsdienst unseres Krankenhauses orientiert sich an unseren Trägerzeilen und dem daraus abgeleiteten folgenden Pflegeleitbild.

Präambel

Pflege ist ein eigenständiger Beruf mit spezifischem Wissen, welches ihn von anderen Berufsgruppen im Krankenhaus unterscheidet. Daher ist es erforderlich, das eigene Selbstverständnis in einem Leitbild zu formulieren.

Das Leitbild definiert die Position der Pflege, ist Orientierungshilfe für die MitarbeiterInnen und Grundlage für zukunftsorientierte Handlungskonzepte.

Genauso steht Pflege aber im Kontext aller Dienste im Krankenhaus, so dass auch Berührungspunkte und Verzahnungen zu den anderen Berufsgruppen beschrieben werden.

Berufliches Selbstverständnis

Begegnung und Beziehung bewirken Wandlung und Heilung

Pflege ist ein in das Gesundheitswesen integrierter, eigenständiger Beruf. Wir sind verantwortlich für die Feststellung des Pflegebedarfs, die Planung, die Ausführung und die Bewertung von Pflege.
Dabei ist wesentlich, dass jeder Mensch als Individuum gesehen wird und bei der Planung und Umsetzung der Pflege sein seelisches und körperliches Befinden, seine geistige Einstellung und sein soziales Umfeld berücksichtigt werden. Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe und wollen die Entscheidungsfähigkeit und Selbständigkeit unserer Patienten erhalten und fördern.
So entsteht zwischen den Patienten und den Pflegenden eine Beziehung, für die es wichtig ist, die Persönlichkeit einzubringen.

Daraus resultieren unsere pflegerischen Leitziele:

  • Wir unterstützen den Patienten in seiner Auseinandersetzung mit Gesundsein und Kranksein, so dass er eine Position zu seiner gegenwärtigen und evtl. zu erwartenden zukünftigen Situation finden und Bewältigungsmöglichkeiten entwickeln kann.
  • Wir begleiten auch Sterbende unter dieser Wertschätzung.
  • Wir erhalten und fördern die pflegerische Unabhängigkeit der Patienten.
  • Wir verhindern Schäden, die ohne professionelle Hilfe wahrscheinlich oder möglicherweise auftreten würden.
  • Wir erkennen und fördern Ressourcen der Patienten, um sie im Prozess der Gesundung nutzen zu können.

 

Christliches Menschenbild

Der Mensch steht im Mittelpunkt unserer Dienste

Jeder Mensch ist das Ebenbild Gottes. Ihm kommt dadurch Einzigartigkeit, Würde und Selbstbestimmung zu. Als Solches stellt er eine Einheit von Körper, Seele und Geist dar und ist somit eigenverantwortlicher Gestalter seiner Existenz, ungeachtet seiner Herkunft, Konfession, Hautfarbe und seines Geschlechts, seiner Bildung und Leistung. Der Mensch hat Vorrang vor Sachen, Institutionen sowie wirtschaftlichen Zielen und Interessen.

Wir fordern und fördern fachliche Qualifikationen, einschließlich der Fort- und Weiterbildung

Der Aus-, Fort -und Weiterbildung kommt hinsichtlich der Qualitätssicherung pflegerischen Handelns ein hoher Stellenwert zu. Lernen in der Pflege ist ein aktiver Vorgang, der persönliche Potentiale freisetzt und kreative und innovative Fähigkeiten fördert.

Pflegerisches Handeln bedarf selbstkritischer Reflexion zur Weiterentwicklung fachlicher, menschlicher und sozialer Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Daraus resultieren häufig Belastungssituationen, in denen professionelle Hilfen wie kollegiale Beratung, Supervision, geistliche Begleitung u. ä. erforderlich werden.

Ökonomische Verantwortung

Die Verwirklichung unserer Ziele wird oft begrenzt durch externe Vorgaben.

Wir achten die gesetzlichen Rahmenbedingungen und verwirklichen den rechtlichen Anspruch der Patienten auf eine pflegerische Versorgung, die mindestens ausreichend und zweckmäßig erbracht wird und die sich an den Bedürfnissen der Patienten orientiert, ohne dabei wirtschaftliche Aspekte zu vernachlässigen.
Dazu gehört auch die Vernetzung stationärer und nicht-stationärer Pflegeangebote.

Neben diesen ökonomischen Zielen verwirklichen wir ökologische Ziele, indem wir die Umwelt so wenig wie möglich belasten.

Verständnis von Gesundsein und Kranksein

Wir sehen den Menschen in seiner Ganzheit.

Wir nehmen die Dimensionen des menschlichen Lebens wie Geburt, Gesundsein, Krankwerden, Kranksein, Gesundwerden, Sterben und Tod wahr und sind uns bewusst, dass sie sich gegenseitig bedingen, steuern und ergänzen.

Gesundheit ist körperliches, geistiges, seelisches und soziales Wohlbefinden ( WHO ).
Somit unterliegt der Begriff „Gesundheit“ der subjektiven Einschätzung.
Krankheit kann Grundlage sein, neue Werte zu erkennen und/oder neue Anpassungsmechanismen zu entwickeln.

Ziel ist es daher, Gesundheit durch vorbeugende Maßnahmen zu erhalten, den Gesundungsprozess zu fördern, Leiden zu lindern und den Menschen in angemessener Weise zu einem würdigen Tod zu begleiten.

Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen

Für den Organisationsablauf in den Einrichtungen sind Strukturen notwendig, vorrangig sind jedoch die Beziehungen im Miteinander

Alle Berufsgruppen im Krankenhaus sind gleichwertig und verwirklichen durch ihre partnerschaftliche Zusammenarbeit die ethischen, medizinischen, pflegerischen und wirtschaftlichen Anforderungen der Institution.
Die Zusammenarbeit findet ihren Ausdruck in den unter Beteiligung aller Berufsgruppen erarbeiteten Abteilungskonzepten.

Verantwortung des Trägers

In der Verantwortung des Trägers liegt es, die Zielsetzung des Krankenhauses zu formulieren und daraus Handlungs- und Führungsgrundsätze zu entwickeln und Rahmenbedingungen zur Zielerreichung zu schaffen.

Wir als MitarbeiterInnen der Pflege tragen über unsere fachlichen und sozialen Anforderungen hinaus diese Zielsetzung mit.

Wenn wir Ihr Interesse auf eine Mitarbeit in unserem Pflege- und Funktionsdienst geweckt haben, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung und ein persönliches Kennenlernen.

Pflegedirektor

Herr Kamin

Markus Kamin
Telefon: 05258/10-105
m.kamin@sjks.de

Pflegedienstleitung

Frau Büsse

Elfi Büsse
Telefon: 05258/10-125
e.buesse@sjks.de

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