Vollnarkose

a) Bei einer Allgemeinanästhesie (Vollnarkose ) befindet sich der Patient in einem schlafähnlichen Zustand. Die meisten Operationen am Kopf, viele Baucheingriffe, Hals- und Brustkorboperationen erfordern beispielsweise eine Vollnarkose.

Bei einer Vollnarkose bekommt der Patient nach der Vorbereitung (Anschließen von Blutdruckmanschette, Ableiten des EKGs und Anlage des Fingerclips für die Messung des Sauerstoffgehaltes im Blut) über eine Maske, die leicht vor das Gesicht gehalten wird, Sauerstoff zugeführt. Durch Medikamente (Schlafmittel, Schmerzmittel und ggf. Muskelerschlaffungsmittel) wird der Patient in einen schlafähnlichen Zustand versetzt. Bewußtseins- und Schmerzempfindung sind dabei ausgeschaltet. Durch die modernen Anästhesiemedikamente läßt sich eine Narkose heutzutage so gut steuern, dass der Patient während der Operation sicher tief und fest schläft und trotzdem auch nach langen Eingriffen binnen kurzer Zeit erweckbar ist.

b) Das Standardverfahren bei längeren Eingriffen ist die Intubationsnarkose. Dabei wird, nachdem der Patient so tief eingeschlafen ist, daß er nichts spürt, ein weicher Schlauch (Tubus) durch den Mund bis in die Luftröhre gelegt. Das dient dazu, die Atemwege freizuhalten, Sauerstoff zuzuführen und gleichzeitig die Lunge vor Speichel oder Magensaft zu schützen. Am Ende der Narkose wird dieser Schlauch vor dem Erwachen wieder entfernt

Bei Eingriffen bis zu einer Dauer von ca. 45 min bietet sich als Alternative die Kehlkopfmaske (Larynxmaske) an, die ebenfalls im Tiefschlaf im Mund des Patienten platziert wird und während der Operation vor dem Kehlkopf liegen bleibt. Dieses Verfahren bietet Komfort -Vorteile, da man nicht die Stimmbandebene passieren muss.

Prinzipiell ist die Narkose heutzutage sehr sicher geworden. Die kontinuierliche persönliche Betreuung durch das Anästhesieteam und die verbesserten technischen Möglichkeiten der Überwachung des Patienten sowie genau steuerbare Medikamente haben das Anästhesierisiko deutlich verringert. Trotzdem bleibt keine Behandlung völlig ohne Risiko. Die ohnehin geringen Risiken lassen sich aber durch bestimmte Vorsichtsmaßnahmen weiter stark verringern. Das Einhalten der Nüchternheitsgrenze vor der Operation ist nur eine davon. Über Risiken und deren Vermeidung wird der Patient im Narkosevorgespräch genau informiert.

Chefarzt

Dr. med. Martin Baur

Dr. med. Martin Baur
Facharzt für Anästhesiologie
Intensivmedizin
Notfallmedizin
m.baur@sjks.de

Sekretariat

Frau Eikel-Sauder
Tel.: 05258-10-241
Fax: 05258-10-242
anaesthesie@sjks.de

Leitender Oberarzt

Dr. med. Matthias Rüther
Facharzt für Anästhesiologie
Facharzt für Innere Medizin
Diabetologie
Intensivmedizin
Notfallmedizin
Leiter Notarztstandort
m.ruether@vincenz.de

Geschäftsführender Oberarzt

Dr. med. Christoph Lescher

Dr. med. Christoph Lescher
Facharzt für Anästhesiologie
Intensivmedizin
Notfallmedizin
Palliativmedizin
Ärztliches Qualitätsmanagement
c.lescher@sjks.de

Oberarzt

Dr. med. Thomas Kaiser

Dr. med. Thomas Kaiser
Facharzt für Anästhesiologie
Intensivmedizin
Notfallmedizin
Palliativmedizin
Spezielle Schmerztherapie
t.kaiser@sjks.de

Oberarzt

Dr. med. Janusz Kusch

Janusz Kusch
Facharzt für Anästhesiologie
j.kusch@sjks.de

Oberarzt

Markus Ringleb
Facharzt für Anästhesiologie
m.ringleb@sjks.de

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